Marken, die Nachhaltigkeitsfortschritte verschweigen, wirken unglaubwürdig. Marken, die jeden Fortschritt als Durchbruch feiern, ebenfalls. Der nutzbare Tonfall liegt dazwischen: konkret, proportional, ohne Pathos.

Ein praktischer Test: Lesen Sie den Satz laut und ersetzen Sie den Markennamen durch einen Wettbewerber. Klingt er noch verdient? Wenn nicht, ist das Adjektiv zu groß. Ein weiterer Test: Könnte eine Fachredaktion den Satz mit einer Gegenfrage zerstören? Dann fehlt die Einschränkung.

Wir arbeiten oft mit einer Dreistufen-Skala für Formulierungen – zurückhaltend, ausgewogen, fordernd – und legen pro Kanal fest, welche Stufe erlaubt ist. Bericht und Investorentext bleiben ausgewogen; Social Posts dürfen fordernder sein, aber nur auf Basis derselben Belege.

Stolz darf vorkommen, wenn er an Arbeit und Lernen gebunden ist: „Nach zwei Auditzahlen haben wir die Formulierung angepasst.“ Solche Sätze zeigen Haltung, ohne Vollkommenheit zu behaupten.

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